A Travellerspoint blog

Die verlorene Stadt der Tairona

(under construction...)

bin jetzt in kolumbien und hab mich fuer ne 6taegige dschungeltour zu ner alten ruine eingeschrieben, wollte ma bisschen was fuer meine kulturelle bildung tun :P ich hatte ja keine ahnung was mich da erwartet...
es ist gerade semana santa, und alle kolumbianer haben urlaub, der veranstalter war hoffnungslos ueberbucht, wir waren so 20 leute in der gruppe. in kurzer zeit ist das absolute chaos ausgebrochen, die guides haben
den ueberblick verloren und man konnte machen was man wollte. zuerst gings in nem kleinen, hoffnugslos ueberfuellten jeep (mit 2 leuten auf dem dach) 3 stunden lang auf etwas das man nur mit viel fantasie als
strasse bezeichnen kann in den regenwald. kaum sind wir in nem kleinen dorf angekommen gabs n paar sandwiches, die mulis wurden bepackt und dann gings los.am ersten tag wars noch relativ unspektakulaer, der wald war nicht so dicht und man hat ab und zu noch ein verlorenes haus rumstehen sehen. der weg war nicht ueberordentlich schwer, aber das klima hat alle fertiggemacht, sowas hab ich noch nie erlebt. heiss und feucht, dazu noch ein knackiger anstieg und der schweiss ist im 3-sekundentakt von der nasenspitze getropft. kurz spaeter hats angefangen zu regnen und mein ganzes zeugs wurd nie wieder trocken. nach 3 1/2 stunden sind wir aber schon im camp angekommen. das lag an einem dieser unglaublichen fluesse, kalt, klar, umgeben von tonnenweise pflanzenzeug und lianen die ins wasser haengen... natuerlich mit nem felsen daneben wo man sich ins erfrischende nass stuerzen kann :) (da gabs auch diese witzigen kleinen fische, die kleine hautfutzelchen von den kaputtgelaufenen fuessen zupfen :D)saugemuetliche haengematten hatten wir, leider gings um 6 uhr schon wieder weiter. am 2. tag gings dann in den richtigen unberuehrten regenwald. noch mehr luftfeuchte, noch mehr regen. wir haben uns vonder gruppe getrennt und sind zu dritt vorausgelaufen, die guides konnten nix dagegen machen, waren total planlos. auf einmal kamen wir in einem dorf von den kogi-indianern an, die waren voll misstrauisch weil wir alleine waren, aber nachdem wir uns vorgestellt hatten und hoeflich gefragt haben ob wir eintreten duerfen war allesin ordnung :) ueberall koka-straeucher an denen man sich bedienen durfte, paar schweine und huetten und diese tiefschwrzen augen die jeden schritt verfolgen. komishce situation, das ist ne vollkommen andere welt. in dem dorf leben 20 menschen, ein maedchen dort war 16 mit nem 1 jaehrigen kind auf dem ruecken. alle in diesen weissen leinen...paar kokablaetter gegen die erschoepfung in den mund gestopft und weiter...als wir im 2. camp angekommen sind hats aufgehoert zu regnen, ud hier war ein noch viel beeindruckenderer fluss. das ht mich voll umgehaun, da sitzt man mit paar anderen leuten die man vor 2 tagen kennengelernt hat mitten im kolumbianischen dschungel auf nem felsen in nem reissenden fluss, total stoned, ueberall dieser unbeschreibliche ueberfluss an natur, ab und zu sieht man nen kogi-indianer zwischen baeume durchschluepfen. war noch ne deutsche in der gruppe, die hat sich dann voll sorgen gemacht weil das ein gelbfiebergebiet ist und sie glaubte als einzige keine impfung zu haben.
naja, ich auch nicht ;) da ist mir erst aufgefallen dass es eigentlich scheissgefaehrlich ist.hat angefangen zu regnen.3. tag: 6 uhr gehts los. es regnet. langsam hat es angefangen wirklich an den nerven zu ziehen, wenn man andauernd nass ist. wir kamen auch langsam in etwas hoehere lagen und es wurde unangenehm kalt. am abend zuvor ging ne ziemlich heftige story durch die reihen. ungefaehr 4-5 tage vor uns ist auch ne gruppe gestartet, und als sie grade ganz oben bei der ruine waren hat ein australier beschlossen, mitten in der nacht um 2 uhr auf eigene faust zurueck zu gehen, ohne irgendwem was zu sagen. am nachsten tag war er einfach nicht mehr da. da gabs ne riesen suchaktion. ich schaetze er hats einfach nicht mehr ausgehalten, den regen die kaelte, viel zeit und immer die gleichen leute auf relativ wenig raum. als wir grade losgegangen sind, kam uns ein guiide mit dem typen im schlepptau entgegen. zerrissene kleidung, blutverschmiert, blass und dschungelpanik in den augen. der hat sich verlaufen gehabt und ist glaub 2 tage udn naechte alleine durch den wald gesteuert...auf der letzten etappe mussten wir noch achtmal nen fluss ueberqueren. teilweise so tief, dass man den rucksack auf dem kopf nehmen musste. relativ egal, waren ja eh schon patschnass :Pdann gings 1200 stufen hinauf zur stadt, war ne unglaubliche atmosphaere, ueberall diese nebelschwaden, die durch diese ruine ziehen...
hier sind wir 2 naechte geblieben, viel zeit, viel regen.mein guide faengt dann an ne geschichte zu erzaehlen. 2003 wurden naemlich genau hier in dieser huette ein paar touristen von der guerilla entfuehrt und ueber 100 tage festgehalten. ziemlich spooky, ist ja nicht so lange her und der guide war der gleiche!! konnte seine fesseln loesen und hat sich 3 tage mit dem koch durchs unterholz zurueck durchgeschlagen.am nachsten abend sitzen wir total kaputt am tisch und spielen bisschen karten, da kommt auf einmal ne gruppe soldaten rein, bis an die zaehne
bewaffnet. alles halb so wild, diese kolumbianischen dschungelsoldaten sind voll korrekt. haben sich ein paar kippen und n abendessen geschnorrt und sich zu uns gesetzt... :)) witzige typen, nur haben sie sich nicht so um
ihre waffen gekuemmert, die lagen dann einfach so im camp rum. sachen gibts...der rueckweg war heftig. das war der einzige tag der wirklich bisschen anstrengend war. wir waren schon 4 tage jeden tag unterwegs, und da sind wir
7 stunden gelaufen. hier gabs auch die meisten verletzungen, verstauchte knoechel, ausgerenkte schultern etc.als wir im camp angekommen sind ging das geruecht um, dass es hier in der naehe ne kokainfabrik geben soll. hehe ja klar dacht ich mir, aber das war kein scheiss. fuerchterlich geheimnisvoll haben alle getan und fuer 20000 peso p.p., das sind etwa 9 dollar, wurden wir in ner kleinen gruppe zu diesem alten grinsenden typen gebracht, der uns weiter in den wald fuehrte. diese "fabrik" ist in wirklichkeit n regenschutz, 2 tische und paar kanister. der "maestro de coca" hat erzehlt, dass sein altes labor, bisschen groesser, von irgendwem abgebrannt wurde. aber das hatecht funktioniert. der hat die herstellung von blaettern bis zur 90% coca-paste durchgezogen! hat mit chemikalien rumhantiert, jeden dran riechen lassen und alles erklaert als waers das normalste der welt. noch so ne situation wo ich mir dachte wo bin ich hier....witzig war auch die story wie er dazu gekommen ist. irgendein kokainboss aus dem amazonas hat nen guerrillero umgelegt, weil er mit seiner frau geschlafen hat. folglich hatte dieses bemitleidenswerte geschoepf die halbe guerrilla am arsch und musste abhauen. dieser bauer aus der sierra nevada hier hat ihm unterschlupf zur verfuegung gestellt und so haben sie sich kennengelernt...

Posted by macondo 15:02 Archived in Colombia Tagged backpacking Comments (0)

Zurueck in Guatemala

nu aber richtig!

In Flores angekommen wollte ich dann keine weitere Zeit verlieren und hab direkt ne Tour nach Tikal fuer den naechsten Tag gebucht. Tikal sind nochmal alte Maya-Ruinen, aber viel viel beeindruckender als Palenque, auch wenn der Regenwald in dieser Gegend nicht ganz so dicht ist. Um 3 Uhr morgens gings los, damit wir den Sonnenaufgang noch mitnehmen konnten. War richtig magisch um diese Uhrzeit im Gaensemarsch durch den dunklen Wald zu trekken, kaum jemand hatte ne Taschenlampe dabei. :) Die ganzen Gebaude konnte man nicht erkennen, nur riesige dunkle Schatten, die ab und an auf ner Lichtung auftauchten. Unser Guide hat dann auch noch ne handgrosse Tarantel aufgespuert, die natuerlich sofort in ihre Hoehle geflitzt ist. ^^
Nach etwa ner halben Stunde sind wir ne Pyramide raufgeklettert um von dort aus auf das Tageslicht zu warten. Oben wurden wir erstmal von ner Gruppe Hippies erwartet die das gleiche vorhatten, nur mit Raeucherstaebchen und Meditationsgesaengen. o.O' Nach kurzer Zeit wurde es dann heller, und das Dach des Regenwalds wurde sichtbar, der Nebel verhinderte aber noch die Fernsicht. Langsam wurde es klarer und heller, die Farben wurden intensiver, Affen fingen an zu bruellen und Spitzen von weiteren Pyramiden wurden in der Ferne sichtbar. Maaaagisch! Am besten lasst einfach die Fotos von den Ruinen wirken - stumme Zeugen einer verlorenen Zivilisation.
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Der naechste Halt war Coban, genauergesagt das Doerfchen Lanquin und Semuc Champey, natuerliche Pools inmitten dichter Vegetation. Zuerst bin ich aber bei Lanquinin einer Backpackerabsteige gelandet, die sich anscheinend freie Liebe zum Motto gemacht haben. Da wurde abends in der Runde diskutiert, wer denn jetzt mit wem als naechstes... als waers das normalste der Welt. Verrueckte Sache...
Am naechsten Tag gings dann mit der ganzen Truppe zu den Pools. Bei der Tour, die wir organisiert haben, war noch ne Hoehlenerkundung dabei. Jeder hat ne Kerze in die Hand gedrueckt bekommen und so sind wir dann in diese Hoehle rein - in Badesachen, denn hier stand das Wasser eines unterirdischen Flusses bis zur Huefte! :D Die ersten fuenf Minuten zumindest, dann faengt der Guide und ne Belgierin vor mir auf einmal an zu schwimmen, mit einer Hand die Kerze dabei ueber dem Kopf haltend... Und so gings weiter, teils schwimmend, teils kletternd, teils kriechend - immer das Geraeusch von Wasserfaellen in den Ohren und bizarre Felsformationen die im flackernden Kerzenschein auftauchten :) Zum Schlusss, nach etwa 20 Minuten sind wir noch nen unterirdischen Wasserfall raufgeklettert und konnten die etwa 3 Meter ins Becken springen. Zurueck gings im Halbdunkel, viele Kerzen waren schon ertrunken. Draussen am Tageslicht haben wir uns erstmal ueber die knallblauen Lippen kaputtgelacht - war ziemlich kalt, ja ;)
Auf dem weiteren Weg zu den Pools kamen wir auch noch an ner Bruecke vorbei, die einfach zu perfekt war um nicht runterzuspringen. Die gut 10m haben allen aber doch etwas Ueberwindung gekostet. ;)
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Nach so viel Adventure haben wir uns etwas Entspannung gewuenscht - gibts was besseres sich in diesen Pools mit tausenden kleinen Wasserfallen, Fischen und Wasserpflanzen treiben zu lassen? ;)
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Posted by macondo 14:00 Archived in Guatemala Tagged backpacking Comments (0)

Ich wollt' doch nie nach Mexiko!

Der Travel-Bug hat zugebissen...

3. Dezember 2006 - Chajul, Mexiko

Ein kleines Dorf mitten im Regenwald, von der Abendsonne in warmes rotes Licht getaucht. Moskitos, Ameisen (und andere spacige Insekten), Einsamkeit, 3 Pesos in der Tasche und kein Plan wo ich bin oder als naechstes hingeh.
Ich schaetze es war einfach die Lust aufn Abenteuer die mich dazu gebracht hat, ohne Karte, Geld oder Spanischkentnisse einfach immer weiter in den Regenwald von Guatemala zu fahren. Die Strassen wurden kleiner und schlammiger und nach dem anfaenglichen Microbus fand ich mich auf der Ladeflaeche von nem Pickup wieder. Irgendwann kam ich dann an die Grenze zu Mexiko - Grenze ist bisschen uebertrieben, da gabs einfach nur ein Schild das meinte "GUATEMALA HOERT AUF - MEXIKO BEGINNT". ^.^ Einfach klasse: keine Kontrollen, keine Zaeune, nichts! nur ein paar huetten und ein alter Latino mit Goldzaehnen der mir n paar Pesos zu nem Halsabschneiderkurs andrehen wollte. Ich moecht nicht wissen wie viel Kokain, illegale Arbeiter/Schleuser und andere zwielichtige Sachen hier durchfliessen... Bevor ich los bin, hab ich gehoert dass die naechstgroessere Stadt hier in der Gegend Chajul sein soll, also in den naechsten Bus gehuepft damit ich dort mal Cash ziehen und mich bisschen orientieren kann. Gab ne nette Ueberraschung als ich in Chajul ankam: ungepflasterte Strassen, Holz-Wellblechhuetten und alles was ich sah waren zwei Huehner und 3 alte Frauen die auf der Strasse in ihren Schaukelstuehlen sassen und mich komisch anguckten (hab ich ungefaehr interpretiert als "Was zum Geier machtn Gringo HIER?????"). Einfach weiterfahren war nicht, hab meine letzten Reserven fuer ein kleines Hotel hier ausgegeben. Dumm gelaufen, ne? Mir wurde gesagt die naechste Stadt waere Comitán, etwa 4-5 Stunden von hier. Hat mich schlussendlich nen ganzen Tag gekostet dorthin zu trampen. xP
Halb verdurstet und verhungert musst ich dann erst noch nen Geldautomaten suchen der meine EC-Karte annimt - es lebe das Backpacken: Hungrig-durstig-muede-planlos-verlaufen-bei-Regen-und-mit-schlechter-Laune-alleine-bei-Nacht-durch-eine-unbekannte-und-gefaehrliche-Stadt-steuern. Aber zum lustigen Abschluss des Tages haben mir vier sturzbetrunkene Soldaten noch ein Abendessen in irgendner heruntergekommenen Kneipe spendiert. Aus denen konnte ich dann auch rauskriegen wie ich ins Zentrum komm und wo ich ne Unterkunft finde. Geschlafen hab ich aber nicht viel, im Nebenzimmer hatte es ein naechtliches Ehedrama. xD
Der Plan fuer den naechsten Tag sah vor, mir nen Einreisestempel zu holen und weiter nach San Cristóbal zu tingeln. Mein Grenzuebergang nach Mexiko war eben mitten im Nirgendwo, also war ich erstmal illegal hier. Auf in den Palacio Municipal an der Plaza und nach der 'oficina de migración' gefragt. Gibts hier natuerlich nicht, ich muesste die Plaza ueberqueren, 2 Blocks weiter in die Richtung, links abbiegen, 1 Block weiter und in der Papeleria nachfragen. Dort fand ich nur ratlose Augen und ne Wegbeschreibung 4 Blocks weiter. Da gabs sogar irgendein Buero mit ner Schlange Leuten davor. Jaja, hier bin ich richtig, wurde mir gesagt. Na klar. 30 Minuten spaeter war ich am anderen Ende der Stadt in einem aehnlichen Buero, sorry, aber leider koennen sie hier nicht GENAU das machen was ich will. Hab ja auch nur 20 Minuten gewartet bis sie ihre Siesta beendet haben xD Im Touristenbuero der Stadt koennen sie mir aber sicher helfen, ich soll doch ma dort nachfragen. "Ah, ok. Und wo find ich das Touristenbuero?" -- "Oh das ist leicht zu finden. An der Plaza gleich neben dem Palacio Municipal." MUAAAAAAAAAAAHAHAHAA!!! Filmreif ;)
Aber nee, hier in Comitan krieg ich keinen Stempel. Da muss ich erst zurueck zur Grenze mit Guatemala fahren und mich dort stempeln lassen. Sind ja nur 1 1/2 Stunden. =| Der Herr dort verstand erstmal nicht warum ich von der mexikanischen Seite komme und nen Einreisestempel will. Aber nach ner kurzen Debatte war alles in Ordnung mit meinem Papierkram. DACHTE ICH xD
Abgeschreckt von der letzten Nacht hab ich mir ne neue Absteige gesucht und leider genau das Zimmer neben dem Gemeinschaftsbad gekriegt. Ein Mexikaner hat sich die ganze Nacht die Seele aus dem Leib gekotzt und ich hab kein Auge zugekriegt.
Genug von Stempeln, planloses Durch-die-Gegend-irren und naechtlichen Dramen. Ab nach San Cristobal! Wer bei Mexiko an Tequila, Kakteen, Sombreros und Sonne denkt liegt falsch. Zumindest hier in der Gegend. In dieser Nacht waer ich beinahe erfroren, weshalb die erste Station am naechsten Tag das Busterminal war. Ab nach Palenque, nochmal ab in den Regenwald! Nach 3 Tagen traf ich nen Englaender, mit dem ich dann zu den Ruinen von Palenque bin. Ich war weniger von den Ruinen beeindruckt als vom Regenwald selbst, mit einer wahnsinnig dichten Vegetation, unzaehligen Flueschen und Wasserfaellen. Die Geschichten des Englaenders allerdings sollten meine bisherigen Plaene restlos zunichte machen. Er erzaehlte mir von Suedamerika, seiner Reise, der Route, dem Budget und kurze Zeit spaeter war klar: In 3 Monaten will ich in Buenos Aires sein. Na mal sehen. wollt ich das wirklich in 3 Monaten machen? ich lach mich grad ziemlich kaputt wo ich das zeug abtippe (< ERROR: the link title is too long!)
palenque.jpg
Am Abend sind wir dann noch mit ner Gruppe Deutschen zum Partymachen nach El Panchan, das ist so ne Art Touristenzentrum etwas ausserhalb der Stadt Palenque. Ganz nett, mit Bars und Restaurants unter Palmendaechern, Feuerspucker-Shows, kleinen Holzhuetten (Cabañas) und anderem Tourismuskram. Nur hats dann so heftig angefangen zu schutten, dass sich die Party in Rekordzeit aufloeste. Wir haben beschlossen bisschen zu warten bis der Regen nachlaesst und dann ein Taxi zu rufen. Als sich nach 20 Minuten ein Fluss auf der Strasse draussen gebildet hat, haben wir uns umentschieden. ^^ Nach etwa ner halben Stunde kam das Taxi an, oder zumindest bis auf etwa 200m wurde uns gesagt weil die Strasse ueberschwemmt waere... Also, dann mal spurten, damit wir nicht zuuu nass werden. Das Bild werd ich nie vergessen, wie wir alle stoned wie nochmalwas die durch den Regen rennen, uns halb kaputtlachen, an den Fluss kommen der die Strasse ueberschwemmt hat, der Deutsche vor mir schreit "sieht ja gar nicht so schlimm aus!!" und mitsamt seiner Gitarre in den Fluten versinkt und weggespuelt wird. ^^
Am naechsten Tag hab ich den Rundum-solglos-Touristenbus nach Flores, Guatemala, verpasst und musste die Strecke auf eigene Faust anpacken. War ja klar. Ab nach Frontera Corozal, eine Station am Grenzfluss zwischen Mexiko und Guatemala. Der Grenzbeamte warf einen Blick in meinen Reisepass, schaute verwundert und fragte nach irgendeinem Zettel. Da ich den natuerlich nicht hatte, wollte er mir keinen Ausreisestempel geben. putalaconchatumadrecabron! Nach einer hitzigen Diskussion kamen wir zu dem Kompromiss, dass ich ihm 200 Peso (etwa 15€) gebe und er mir dafuer nen Stempel.
Nun war ich aber immer noch nen Mexiko, will nach Guatemala und dazwischen ein Fluss. Da ich nicht schwimmen wollte, blieb mir nix anderes uebrig, als nochmal 300 Peso zu blechen und ein kleines Boot zu mieten. Ziemlich schnell fand ich dann nen Microbus nach Flores, in dem ein Guatemaltekischer Bauer nen Karton Kueken auf den Sitz neben mir stellt und meint dass ich mal aufpassen soll dass er nicht runterfaellt. In Guatemala ist es nichts besonderes, eben mit ner Schachtel voll irgendwelchen Tieren unter dem Arm zu reisen, aber als sie dann 2 lebende ausgewachsene Schweine aufs Dach geschnallt haben, hab ich doch schon bisschen komisch geschaut. =)

Posted by macondo 11:20 Archived in Mexico Tagged backpacking Comments (0)

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